Im Jahr 2011 haben wir die Kampagne „Onkel Sax – deine Ausbildung in deiner Region“ ins Leben gerufen.
In meinem Familienumfeld standen wir mit zwei 14-jährigen Jugendlichen vor dem Problem, einen Praktikumsplatz zu finden. Dies gestaltete sich insofern schwierig, als dass die meisten Unternehmen kein Praktikum auf ihren Seiten ausgeschrieben hatten oder überhaupt keins anboten.

Zu dieser Zeit hatte ich als Unternehmerin im IT Bereich häufig Kontakt zu klein- und mittelständischen Unternehmen der Region. Diese beklagten ihrerseits, keine Auszubildenden mehr zu finden. Umso verwunderter war ich, dass es keine regionale Plattform dafür gab. Also war es naheliegend, diese Plattform in der Region zu schaffen, wo alle Unternehmen sich als Ausbildungsunternehmen präsentieren können und ihre Praktikums- und Ausbildungsstellen aufzeigen.

Mit 20 Unternehmen gingen wir im Januar 2012 mit onkel-sax.de online. Dass die Plattform allein nicht funktionieren würde, war uns von vornherein klar. Deshalb begannen wir, gleichzeitig Kooperationen mit Schulen aufzubauen. Noch im selben Jahr organisierten wir unsere erste schulinterne Messe mit 15 Unternehmen. Diese konnten sich an einem Nachmittag den Schülern*Innen und Eltern vorstellen und ihre Praktikums- und Ausbildungsstellen anbieten. Diese Veranstaltung war für alle Beteiligten ein voller Erfolg, so dass wir diese Art der Messe (Teilnehmer sind 7. – 11. Klasse) weiter ausgebaut haben. Heute haben wir über 130 regionale Unternehmen in der Kampagne, Kooperationen mit über 20 Schulen und jährlich kommen neue hinzu.

Was macht uns aber nun besonders?
Neben unserer Leidenschaft für dieses wichtige Thema ist vor allem die Zusammenarbeit mit allen Akteuren. Es sind Schüler*Innen, Lehrer*Innen und nicht zuletzt die Eltern. Mit ihnen entwickelten wir unsere vier Bausteine, welche so aufgebaut sind, dass sie die Berufs- bzw. Studiumsfindung unterstützen. Auch der gesamte Bewerbungsprozess wird abgebildet, damit die Jugendlichen richtig vorbereitet sind.
Heute gibt es riesige Messen. Es präsentieren sich über 200 Unternehmen und mehr. Für uns gilt, klein aber fein. Wenn wir uns in die Lage der Jugendlichen versetzen, so fühlen sie sich in ihrem gewohnten Umfeld am wohlsten. Genau dort führen wir unsere Messen durch. In deren Schule. Mit 25 - 30 Unternehmen. So können alle Beteiligten in 2 - 3 Stunden intensive Gespräche führen und sich kennenlernen. Im besten Fall, werden Praktika vereinbart oder ein Probearbeiten.
In einem 90-Minuten-Unterrichtsblock erklären wir den Schülern*Innen nicht nur, wie man sich in der heutigen Zeit bewirbt, Dateien umwandelt oder zusammenstellt, sondern wir gehen auch explizit auf das Anschreiben ein. Wir erleben es oft, dass als Anschreiben einfach Vorlagen genutzt werden, Der Jugendliche weiß überhaupt nicht, dass es eher auf seine Persönlichkeit ankommt. Geschweige denn, wie er diese richtig beschreiben kann. In unterschiedlichen praktischen Übungen zeigen wir den Schülern*Innen, wie sie sich selber reflektieren können. Welche Fehler oft gemacht werden. Und wie sie diese vermeiden können, um eine Chance auf ein Bewerbungsgespräch zu bekommen.
Oftmals hören wir von Schülern*Innen, dass sie Schwierigkeiten haben, sich vorzustellen, wie das erste Bewerbungsgespräch ablaufen könnte. Von vielen Personalmitarbeitern hören wir gleichzeitig, dass Schüler*innen nicht in der Lage seien, einfache Fragen zu beantworten. Um diese Hemmungen aufseiten der Schüler*Innen zu nehmen, üben wir dies mit den Schülern*Innen und den Unternehmensvertretern. Die Jugendlichen erfahren den gesamten Prozess. Vom Aussuchen eines Unternehmens, hin zur Erstellung der Bewerbungsmappe mit individuellen Anschreiben und am Ende das 1:1-Gespräch mit dem Unternehmensvertreter. Die Schüler*Innen erhalten direkt im Anschluss ein Feedback, damit sie wissen, ob sie noch etwas verbessern müssen oder ob alles in Ordnung war.
Auf unserer Internetseite onkel-sax.de, können Schüler*Innen nach Praktikums- und/oder Ausbildungsplätzen suchen, aber auch nach Dualen Studiengängen. Regionale Unternehmen präsentieren sich als Arbeitgeber und beschreiben ihre Berufe. Aber auch Ausbildungsinhalte und welche Voraussetzung der Bewerber mitbringen sollte. Wir kündigen regelmäßig unsere Messen an und veröffentlichen auch, in einer speziellen Rubrik, Berufe, welche entweder weniger bekannt sind oder wo ein hoher Bedarf herrscht.
Und natürlich sind wir auch in den Sozialen Medien unterwegs. Regelmäßig posten wir auf Facebook und Twitter was Onkel Sax gerade macht und wo wir unterwegs sind. Mit über 10.000 Fans auf Facebook kommen wir so ständig in Kontakt. In der Zwischenzeit schreiben uns Eltern oder Ausbildungssuchende an und wir freuen uns, wenn wir ihnen helfen können.
Einmal im Jahr, im November, findet unsere Onkel Sax Ausbildungsmesse mit über 50 Unternehmen statt. Diese Veranstaltung organisiseren wir in der Akademie für berufliche Bildung in der Güntzstraße 1. Mit fast 1000 Besuchern, ist es unsere größte Messe. Sie steht immer unter dem Motto "Berufe zum Anfassen". An einem Samstag haben Jugendliche und Eltern die Möglichkeit ihre Bewerbungsunterlagen mitzubringen und Kontakte zu Arbeitgebern zu knüpfen. Vor Ort können sie sich dann auch gleich ausprobieren. Der Eintritt ist kostenfrei.

*Auf Grund der Lesbarkeit verzichten wir teilweise auf die männliche bzw. weibliche Bezeichnung. Gemeint sind aber selbstverständlich alle Geschlechter.

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